Wie du Konflikte in intimen Beziehungen verhinderst und die Basis für harmonische Beziehungen schaffst.

Veröffentlicht von Aloisia Derin am

Das coole ist, dass das Leben so einfach gestrickt ist. Formen gibt es viele, aber nur eine Ursache dafür.

Genauso beim Streiten zwischen Partnern. Egal wie sich der Streit ausdrückt – laut, leise, temparementvoll, passiv-agressiv, ignorieren, rächen, den anderen absichtlich verletzen wollen usw.

Die Ursache eines jeden unbewussten Streites ist immer dieselbe:

„Statt bei sich selbst zu bleiben und den Schmerz zu fühlen, greift man den Partner an (egal ob aktiv oder passiv) und hofft, es würde einem besser gehen“

Ziel ist es, in dem Moment des Streites vollkommen präsent zu bleiben und statt verbale Attacken (Du hast dieses und jenes falsch gemacht, wieso tust du das, das hättest du anders machen können usw.) bei sich zu bleiben, zu fühlen wie es einem tief innen geht (verletzt, traurig, wütend, ängstlich) und das liebevoll zum Ausdruck zu bringen. Dann ist der Streit oft beendet, bevor er angefangen hat. Das zu schaffen, ist eine wahre Meisterleistung und es stellt sich automatisch ein, wenn du fleißig aufarbeitest, vergibst und deine Gefühle fühlst. Dann wird das zur Selbstverständlichkeit für dich, weil es etwas natürliches ist, Gefühle zum Ausdruck zu bringen.

Beispiel eines Users (von uns etwas mit Erlaubnis dramatischer formuliert :-)):

„Mein Partner und ich streiten von Zeit zu Zeit und oft wissen wir nach einiger Zeit gar nicht mehr, weshalb. Nun verwende ich schon seit längerem Locotino bei anderen Themen und eines meiner Lieblingsmodule ist Gefühle zulassen. Bis jetzt war es so, dass ich mich nach einem Streit natürlich schlecht gefühlt habe und mit Hilfe des Moduls Gefühle zulassen meine Traurigkeit gefühlt habe.“

Dies machte ich auf folgende Art:

Hier die einzelnen Schritte im Modul bildlich dargestellt:

Gefühle zulassen1-1

Titel: „Mir gehts nach dem Streit mit…. so schlecht

 

Gefühle zulassen2-2

Gemütszustand: Traurig

Gefühle zulassen3-3

Stärke der Traurigkeit: „Sehr stark“

Gefühle zulassen 5-5

Lass deine Gedanken los wie eine heiße Kartoffel

Während des Streites war mir gar nicht bewusst, wieviel Angriff und Verteidigung da waren. Ich fühlte mich einfach unfair behandelt wenn er z.B. grob mit mir redete wobei ich das Gefühl hatte, ich hab es nicht verdient und warf es ihm an den Kopf. Oder wenn er sich zwei Tage lang nicht meldetet, wenn er unterwegs war.

Meine Strategie war, ihn zu ignorieren und ihm die nächtlichen Goodies zu verwehren. Als ich darüber redete, dass er sich nicht gemeldet hatte lief das ungefähr so ab: Jetzt bist du zwei Tage nicht da, wir haben uns davor kaum gesehen und du rufst nicht an. Offensichtlich bin ich es dir nicht mal wert, dass du dich kurz meldest. Was treibst du da überhaupt“ usw…

Er verteidigte sich natürlich: „So ein Schwachsinn, ich hatte soviel um die Ohren ich konnte mich einfach nicht melden. Und du bist mir sehr wichtig, außerdem meldest du dich auch nie, wenn du mal über Nacht weg bist usw.“

Jeder wollte Recht behalten klarer Weise. Eines Tages geschah ein Wunder: Er hatte eine Aussage von mir völlig falsch interpretiert und flippte aus und wurde richtig wütend und redete sehr grob mit mir.

Wie üblich ihm zu sagen, was er für ein A… ist, schaffte ich es, in meinem Körper zu bleiben und fühlte eine Traurigkeit, die ich mit den ungefähren Worten: „Schatz bitte, ich will nicht dass du so grob mit mir redest, das macht mich traurig und ich will nur weinen. Es tut mir leid, dass du das falsch verstanden hast, war nicht meine Absicht, bitte entschuldige.“

Ich konnte sehen, wie sich sein Gesichtsausdruck veränderte und er plötzlich Mitgefühl entwickelte für mich. Er nahm mich in den Arm, entschuldigte sich es fiel auch ihm leichter zu sagen, was in ihm vor sich ging.

Ich denke, dass man mit etwas Üben lernt, in schwierigen Momenten voll da zu sein. Dann ist man klar im Kopf und kann seine Gefühle zum Ausdruck bringen und zwar so, dass es der Gegenüber annehmen kann, ohne sich angegriffen zu fühlen.

Natürlich müssen beide offen dafür sein, dann ist es am einfachsten. Und wenn einer der Partner nicht offen dafür ist , ist es eine umso größerer Herausforderung.

Dieses, in eine Geschichte verpackte Beispiel eines Locotino-Anwenders zeigt ganz deutlich das Ziel hinter dem Aufarbeiten für intime Beziehungen: Auch in schwierigen Momenten präsent zu bleiben und ja zu sagen zu dem, was in dir vorgeht. Dann ist gewöhnliches Streiten nicht mehr notwendig.

Viel Freude auf deinem Meister-Weg!


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